Sonntag, 20. Mai 2018

Magic - Wieder einmal ein Neuanfang?

Magic: The Gathering -  Das Sammelkartenspiel


Es begleitet mich nun auch schon wie die Tabletopspiele seit X Jahren und ist für mich vom Hobby her stark verknüpft. Diese Sammelkartenspiele sind aber auch ein Fluch! Ich habe bislang schon dreimal sehr aktiv begonnen zu Spielen und zu Sammeln. Irgendwann musste ich jeweils wieder stark bremsen, da die Anzahl an Kartenkäufen wieder Überhand nahm.

ein paar wenige Magic-Karten


Ja, ich mag die Karten. Ich schau sie mir gerne an und überleg mir, wie ich sie einsetzen könnte. Plane Strategien zu Decks und Schweife mit meinen Gedanken herum. Genau wie es in einem Hobby sein sollte. Nur ist es dann in der Realität erschreckend, auf einem Berg von zigtausend Karten zu Hocken wie wieland der arme Smergol ...

Darum habe ich schon dreimal im Rahmen einer vernünftigen Selbsterkenntnis die Karten beiseite geräumt. Ein Deck für ein Spiel zwischendurch ist ja dennoch schnell greifbar. Aber in den letzten fünf Jahren habe ich nur noch selten gespielt. Nun haben wir im Club wieder einmal darüber gesprochen, eine Magic-Runde zu starten. Da mit die Hamsterei nicht wieder ausartet, soll der Rahmen für alle Beteiligten sehr eng gesteckt sein. Jeder Teilnehmer legt sich ein Deckbau-Set zu. Davon gibt es ja schon einige verschiedene. Sie enthalten 125 mehr oder weniger zufällige Karten, genug Länder und 4 Booster. Damit lässt sich im vernünftigen Rahmen gut was zusammenstellen und spielen. Da jeder Teilnehmer die gleiche Anzahl Karten hat, sollte die Ausgangslage gleich sein und die Menge der Karten ist begrenzt. Getauscht werden sollte nur in diesem Pool und neue Karten sollten nur nach Absprache mit allen Mitspieler in der gleichen Menge für alle dazu genommen werden.

Das könnte funktionieren. Bin gespannt, ob ich bescheiden bleiben kann und mich nur mit den 'wenigen' Karten begnügen kann  😌      

Ein entsprechendes Deckbau-Set habe ich schon seit einigen Jahren unangetastet in der Schublade. Die Sammelwut halt ... 😛   Es wird also endlich Zeit, sich mit diesem zu beschäftigen.

Die Deckbau-Box

Und der Inhalt der Box


Ich werde hier sporadisch darüber berichten, wie sich mein Vorhaben so entwickelt hat und ob ich nicht doch wieder in einen Sammelwahn verfallen bin  ...

Sonntag, 13. Mai 2018

Sommer, Sonne, Shadespire?

Ein Spiel für die Terrasse?


Der Sommer mit den lauen Abenden hat bereits wieder Einzug gehalten. Da sich aber meist schlecht der ganze Spieltisch mit Gelände und Dutzenden Minis auf die Gartenterrasse verschieben lässt, habe ich mich auch dieses Jahr wieder nach einer passenden Spielaktivität umgesehen. 

Die Shadespire Grundbox



Über die Aktivitäten im Club bin ich schnell auf  Shadespire von GW aufmerksam geworden. Das braucht nicht viel Platz und nur sehr wenige Figuren. Also ideal, um kurz etwas Abwechslung beim Bemalen zu haben. Der Umfang ist sehr überschaubar und Platz fürs Spiel wird auch nicht viel benötigt. So habe ich schnell zur Grundbox gegriffen.

Der Inhalt der Shadespire Box



Die Box ist ziemlich gut gefüllt. Alles benötigte Spielmaterial und zwei Banden sind enthalten. Ich habe mich dann für die drei Liberators entschieden. 




Der Grussrahmen mit den drei Minis sind sauber gegossen und schnell zusammen gebaut. Die Passgenauigkeit ist gut. Nur wenige Stellen musste noch etwas gespachtelt und nur wenige Grate abgefeilt werden. 


Die Bemalung mit Silber und Violett bringt Abwechslung

Da ich bei der Bemalung etwas Abwechslung zu meinen aktuellen Projekten suchte, habe ich mich für Violett und Silber entschieden. Zwei Farben, welche ich in diesen grossen Flächen schon lange nicht mehr gemalt habe. Damit war die Bemalung auch wieder eine wahre Freude und ging schnell von der Hand. 


Severin Stahlherz und seine Begleiter


Damit ist meine Gruppe Liberators einsatzbereit. Die Schnellstartregeln habe ich zwar durchgelesen, aber für nicht interessant befunden. Die ausführlichen Regeln und der Einsatz der Karten macht wohl einiges mehr her. Ein Einführungsspiel steht wohl bald an und ich bin sehr gespannt auf das System. 

Montag, 30. April 2018

220 Jahre Neuenegg - Selzenjoggi


Der Frühling 1798 hatte seine eigenen Helden ... und auch Anti-Helden.

Eine solche, skurile Figur war Jakob Rüefli, genannt Selzenjoggi. Auf diese Persönlichkeit war ich das erste Mal im Buch 'Helvetias Töchter' gestossen. Mit etwas Nachforschung habe ich dann auch weitere Berichte zu ihm gefunden.

In der Chronik von Grenchen wird ihm ein eigener Abschnitt gewidmet:


Ein Held zur falschen Stunde – aber doch ein Held!



Wer die Helden und Heldinnen zählen will, die in Grenchen daheim waren, kann dies an den Fingern einer einzigen Hand tun. Kaum ein anderer Ort der Erde verfügt über eine derart geringe Heldendichte (sofern das Wort „Held“ in seinem üblichen Sinne verwendet wird!) wie gerade Grenchen. Dieser Umstand besitzt natürlich seine durchaus positive Seite, indem die Stadtbehörden kaum einmal öffentliche Gelder zur Errichtung und zum Unterhalt von Heldendenkmälern ausgeben mussten.
Einmal allerdings hätte Grenchen fast gar einen Helden gehabt. Doch weil ihm das Schicksal einen bösen Streich gespielt hatte, wurde Jakob Rüefli, der „Selzenjoggi“ zum Prototypen des Antihelden, und sein Schicksal passt haargenau in die Geschichte Grenchens. Seinen Namen erhielt er weil er in Selzach zur Welt gekommen war.
Bereits am 6.Februar 1798 besetzten die Franzosen Biel. Am Fuss des Büttenberges errichteten die Eindringlinge ihr Lager, in dem 10'000 Infanteristen, 800 Reiter und 600 Mann leichte Artillerie nur auf den Befehl warteten, Lengnau zu erobern und über die Grenze ins Solothurnische einzudringen. Die französische Heeresleitung liess sich alle Zeit und verunsicherte die bernischen und solothurnischen Truppen mit Gerüchten, es werde ein Waffenstillstand, wenn nicht gar ein Friedensvertrag unterzeichnet. Ein solches Gerücht führte dazu, dass am 1.März den Solothurner Truppen, welche seit Tagen in höchster Alarmbereitschaft standen, erlaubt wurde, sich auszuruhen. Es scheint, dass die heranrückenden Franzosen just auf diesen Augenblick gewartet hatten und nun zum Angriff übergingen. Die Solothurner Truppen, die sich auf Grenchner Boden befanden, standen unter dem Befehl von Viktor Gibelin, der sich in Frankreich ausgezeichnet hatte. Oberhalb der Ortschaft im Bereich der Tuffgruben (das Gebiet wird heute „Holzerhütte“ genannt) war eine Schanze aufgeschichtet worden, mit der in erster Linie der Ansturm der Franzosen behindert werden sollte. Weitere solothurnische Truppen standen weiter östlich im Leberberg bereit, die fremden Soldaten aufzuhalten und zu vernichten. Die Husaren kümmerten sich jedoch wenig um die Kriegspläne der Solothurner und ihrer Verbündeten, überrannten die eilig geschichtete Barrikade, eroberten die wenigen Kanonen und drangen in Grenchen ein.
Das war die Stunde des „Selzenjoggi“.
Seit Tagen referierte er gegen die Franzosen und forderte seine Zuhörer auf, sich mutig dem fremden Pack entgegenzustellen und es zu vernichten. Eifrig bot er den solothurnischen Hauptleuten seine Dienste an, die jedoch teils verlegen, mehrheitlich aber barsch darauf verzichteten. Als nun die Not am grössten war und die Stunde der Entscheidung nahte, bewaffnete sich der „Selzenjoggi“ mit einem alten Säbel, den er weiss Gott von welchem längst vergessenen Schlachtfelde her hatte und einer fürchterlichen Muskete, schützte sich mit einem ältern Harnisch und einem Helm. So gewappnet meldete er sich zum Landsturm, den Andreas Hugi in der Eile zu organisieren versuchte. Allein, selbst im Augenblick höchster Gefahr, wollte man auf den „Selzenjoggi“ verzichten! Die Männer verliessen den Sammelplatz bei der Kirche und strebten westwärts, den Feind aufzuhalten. Mit dem „Selzenjoggi“ blieben lediglich noch die Frauen auf dem Platz versammelt. Unser Held nützte die Gunst der Stunde und schwang sich zum Anführer der Frauen auf. Er befahl ihnen, Schürzen mit grossen Taschen anzuziehen, die Taschen mit Sand zu füllen. Diesen sollten sie den Angreifenden in die Augen und den heranstürmenden Pferden in die Nüstern schmeissen, damit sie behindert zu Boden stürzten, wo sie für die Heugabeln, Sensen und Dreschflegeln der Frauen eine gar leichte Beute wären. An der Spitze seines Frauenbataillons zog „Selzenjoggi“ die Kirchstrasse hinauf. In diesem Augenblick bogen die heranbrausenden Husaren um die Wegkrümmung, und ein erster Schuss, der auf die kriegerische Belästigung abgefeuert wurde, streckte den „Selzenjoggi“ nieder. So in den ersten Minuten eines glorreich begonnen Kriegszuges ihres Führers beraubt, ergriffen die Frauen die Flucht, während „Selzenjoggi“ unbeachtet von den Feinden in tiefer Ohnmacht lag.
Man kann sich lebhaft vorstellen, worüber man in Grenchen in den nächsten Tagen sprach: Der „Selzenjoggi“ wurde als Weibergeneral und Franzosenfresser mit Spott und Hohn überhäuft. Und irgendwie trug man ihm nach oder machte es ihm sogar unausgesprochen zum Vorwurf, dass ihn die französische Kugel nicht getötet, sondern nur mit einer fürchterlichen Beule in Ohnmacht versetzt hatte.


Das Freilichttheater Grenchen hatte dem Selzenjoggi 2017 sogar das Freilichtspiel 'Wiiberheer' gewidmet.
siehe hier: Freilichtspiel 'Wiiberheer'


Ich habe also kurzum beschlossen, auch den Selzenjoggi auf den Spieltisch zu bringen. Dank den verschiedensten Kunststoffbausätzen in meinem Sortiment, ist das ja kein Problem.

Und so schielt nun Jakob Rüefli nach über 220 Jahren als Spielfigur aus seinem alten Schaller hervor.

Selzenjoggi mit einem Bewunderer



Eine passende Rüstung hat die Perry-Box für die Söldner um 1500 geliefert. Die Muskete stammt von den Victix-Franzosen und Säbel samt Patronentasche kommt aus einer Warlord-Box des Englischen Bürgerkrieges.






















Die Ausrüstung ist zusammengewürfelt, die Nase schaut aus dem alten Helm. Der Selzenjoggi zieht ins Gefecht. 

Sonntag, 15. April 2018

220 Jahre Neuenegg - Haltet die Brücke!



Schweizer Jura, 22. Februar 1798 - Immer noch an einer Brücke über die Birs der Nähe von Roches



Die Franzosen hatten die Brücke über die Birs eingenommen und einen bescheidenen Brückenkopf gebildet. Nun ging es daran, den Übergang offen zu halten, bis das Gros der Kolonne eintreffen würde. Die Verstärkungen der Berner rückten aber bereits an. Colonel Maissur machte sich bereit, sein Leben und das seiner Männer so teuer wie möglich zu verkaufen um möglichst viel Zeit heraus zu holen. 



Der französische Brückenkopf

Die Franzosen stehen ruhig und entschlossen der flatternden Fahne Berns entgegen



Die zurückweichenden Berner hatten sich in der Zwischenzeit wieder gesammelt und hatten Verstärkung erhalten. So rückten je ein kompletter Zug Füsiliere und Scharfschützen, verstärkt von zwei grossen Haufen Landstürmern gegen den welchen Brückenkopf vor. Die Zeit drängte, sollte die Brücke noch vor dem Eintreffen der grossen Kolonne zerstört werden. Eine weitere Gruppe Landstürmer schlich sich durch den Wald vorwärts um die Franzosen zu flankieren. 


Die wehende Fahne Berns

Landsturm schleicht durch den Wald

Die Kolonne der Berner marschiert heran



Geplänkel am Waldrand



Die Füsiliere bildeten auf dem Feld vor der Brücke eine gestafffelte Linie und eröffneten das Gefecht mit der ersten Salve. Von der Hecke an der Strasse aus deckten die Scharfschützen das Vorstürmen des Landsturms. Schnell mussten die Franzosen die ersten Verluste einstecken. Doch sie hielten stand und feuerten zurück. Die Berner Füsiliere verloren alsbald die Nerven und ihr Leutnant hatte Mühe, seine Leute in Formation zu halten. 



Die Scharfschützen eröffnen das Feuer

Die Berner gehen vor


Die Füsiliere haben sich formiert



Die Franzosen geraten unter Druck


Der Pulverrauch beeinträchtigte die Sicht auf dem Gefechtsfeld immer mehr, ein genaues Zielen war fast nicht mehr möglich. Durch den Rauch brachen die groben Landstürmer und fielen über die gelichteten Reihen der Franzosen her. In blutigem Nahkampf wurden die Invasoren niedergemacht und die Überlebenden wieder in Richtung der Brücke gedrängt. Wieder einmal mehr gelang es dem Colonel selber unter vollem Einsatz die Brücke zu halten. 


Pulverrauch weht über das Schlachtfeld

Wild stürmt der Landsturm vor

Kampf um den Dorfplatz


Das Handgemenge wird erbittert geführt


Die Franzosen wehren sich verzweifelt



Gerade als sich der Landsturm zu einem neuerlichen Angriff anschickte, waren auf der anderen Seite die Trommeln der nachrückenden französischen Kolonne zu vernehmen. Resigniert zogen sich die Berner zurück. Gegen diese französische Übermacht war kein Land mehr zu gewinnen. Der Weg über die Jurahöhen nach Moutier war damit offen. 


Die letzte Stellung der Franzosen







Nur der Colonel und sein Sergeant stehen noch den Bernern entgegen

































Fazit: 


Wieder ein sehr knappes Spiel. 

In diesem Szenario hatten wir uns eine Rundenbegrenzung von 6 Zügen auferlegt. Damit war schnelles Handeln der Berner gefragt. Die Franzosen hatten sich dagegen mit einer Übermacht herumzuschlagen. Zudem hatten wir beschlossen, ab Runde 3 die Sicht durch den Pulverdampf zu beeinträchtigen und das Treffen um 1 zu erschweren. Das legte den Druck noch mehr auf die Nahkämpfe. Die Berner schafften es nicht mehr, in Runde 6 die Brücke zu erreichen.  

Das Spielfeld war dieses Mal richtig voll. Es sah wirklich gut aus und hat trotz der Menge an Figuren gut funktioniert.

Das System hat wiederum gut funktioniert. Mit den Befehlen müssen wir uns noch etwas mehr auseinandersetzen. Diese bieten sicher noch weitere Möglichkeiten.      

  

Freitag, 30. März 2018

220 Jahre Neuenegg - Über die Birs


Schweizer Jura, 22. Februar 1798 - An einer Brücke über die Birs der Nähe von Roches


Das die Franzosen im Anmarsch waren, hatte sich in den letzten Tagen wie ein Lauffeuer verbreitet. Vorposten und Patrouillen waren bereits in Gefechte mit den Spitzen der Kolonnen geraten. Das Berner Kommando hatte die Wachen an verschiedenen Brücken verstärkt und auch die Übergänge über die Höhenzüge des Juras waren gesichert worden. 


Die Birs schlängelt sich unter der Brücke durch


Am Morgen des 22. Februars 1798 standen die Vorausspitzen der Franzosen bei Courroux. Die Kolonne von Colonel Maissur sollte über Courendlin marschieren und die Birs bei Roches überschreiten. Diese Brücke musste gehalten werden, bis die weiteren Kolonnen nachstossen konnten. Damit sollte ein Hindernis auf dem Weg nach Moutier geöffnet werden. 


Die Franzosen marschieren heran

Der Landsturm folgt der Fahne Berns

Berner Füsiliere und Scharfschützen gehen bei der Furt in Stellung


Leutnant Stüssi von der 3. Füsilier Kompanie des 22. Berner Infanterie Bataillons stellte die Bewachung der Brücke über die Birs bei Roches sicher. Ein Zug lag bei der Brücke und sollte die anrückenden Franzosen so lange aufhalten, bis der Rest der Kompanie zum Gegenangriff antreten konnte. Eine Gruppe Scharfschützen hatte sich nach der Erkundung des Vorfeldes ebenfalls zur Brücke zurückgezogen und stützte nun die Flanke der Füsiliere. In Roches selber war der Landsturm zusammengetreten. Zwei Haufen mutiger Frauen und Männer waren wild entschlossen, die anrückenden Franzosen nicht in ihren Ort zu lassen. 



Die Französische Flanke


Die Chasseurs der Franzosen hatten westlich der Brücke eine Furt ausgemacht. Der Plan bestand nun darin die Wache an der Brücke durch einen Ablenkungsangriff zu binden und die Kräfte der Berner dann an der Furt zu umgehen. 

Stüssi hatte aus dem Bauch heraus damit gerechnet und seine Füsiliere bei der Furt in zwei Reihen antreten lassen. Die Scharfschützen sicherten seine Flanke. Die Brücke hatte er dem Landsturm überlassen. Für diese derben Gesellen und wilden Weiber war dort genau die richtige Stelle um die Kolonne der französischen Infanterie zu erwarten. Sie würden dort ein leichtes Spiel haben, da die Franzosen dicht gedrängt sein würden und so keine Übermacht ausspielen konnten. Ebenfalls würden sie keine Schützenlinie bilden können. 


Sie kommen!


An der Furt sah es ganz anders aus: Die Chasseurs waren den Kampf in aufgelockerter Formation gewohnt und waren zielsichere Schützen. Auch wenn die glattläufige Muskete dem gezogenen Stutzer der Scharfschützen an Zielgenauigkeit und Reichweite unterlegen war, so waren diese Männer dennoch nicht zu unterschätzen. 

Die Franzosen arbeiteten sich langsam zur Furt vor. Kaum waren sie aber ans Ufer der Birs getreten, schlug ihnen auch schon eine erste Salve entgegen. Die Scharfschützen setzten ihnen mit gezieltem Feuer zu. Doch irgendwann war die Übermacht der Franzosen zu gross und sie stürmten durch das Wasser auf die andere Seite. Hier entbrannte ein heftiger Nahkampf mit den Bernern. Die Scharfschützen ergriffen die Flucht und nur die Füsiliere konnten mit beherztem Gegenstoss die Franzosen wieder über den Fluss treiben. Doch die Anzahl der Feinde war einfach zu gross. 


Feuer frei!


Zielt tief!


Haltet stand! Nein, sie brechen durch ...


Die Franzosen marschierten zur gleichen Zeit  zu den Schlägen ihrer Trommel über die Brücke. Auf der anderen Seite wurden sie sofort mit Flintenfeuer des Landsturmes empfangen. Die routinierten Soldaten gaben eine Salve ab, doch da stürmte der erste Haufen Landstürmer bereits heran. Nach kurzem heftigen Schlagabtausch, rannte dieser Haufen aber davon. Die Soldaten hatten aber nur kurz Zeit zu verschnaufen, denn es stürmte bereits der zweite Haufen heran. Die Franzosen verloren die Nerven und flohen über die Brücke. Ihr Colonel stand wie ein Fels in der Brandung, konnte seine Männer aber nicht an der Flucht hindern. So zog er seinen Säbel und erwartete den Pöbel in der Mitte der Brücke. Er verstand mit seiner Waffe umzugehen und streckte zwei Landstürmer nieder. Den Rest verliess nun auch der Mut. So stand der Franzose alleine auf der Brücke.   


Der Landsturm greift an

Blutiger Nahkampf an der Brücke


Flucht ...

... und Gegenangriff




Die Franzosen rennen!


Oh nein, es ist verloren! 

Der Colonel überschreitet als erster Franzose die Birs



Fazit: 


Ein weiteres tolles Spiel! 😄
Dieses Mal hatten wir einfach das Szenario mit dem Fluss aus dem Saga-Regelbuch übernommen und mit den Regeln für 'Chosen Men' gespielt. Durch die Begrenzung auf sieben Spielzüge war schon eine gewisse Eile geboten. So kam es ziemlich schnell zu den ersten Gefechten. Und hier sind die Würfel bei 'Chosen Men' vor allem im Nahkampf und bei den Moralwürfen gnadenlos. 
Es machte sehr viel Spass und der Ausgang war wieder einmal mehr nicht vorhersehbar. 
Er bietet nun aber gleich die Vorlage für das nächste Szenario ...